Freitag, 29. März 2013

Sequenzen von Skepsis (136)



Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1725
Die Idee, der Osterhase lege Eier, erscheint so verwegen wie die Auferstehung eines Toten mit anschließender Himmelfahrt.

1726
„Einigkeit macht stark.“ Doch ich fand sie nicht und wurde stärker.

1727
Die päpstliche Rauchfahne, schwarz oder weiß, entbehrt der lebendigen Farbigkeit.

1728
Milliarden Menschen bestärken das Zweifeln an dieser Masse.

1729
Die Nacht soll mich lieben wie ich den Tag.

1730
Geld und Gesinnung enthemmen die sowieso Skrupellosen, denen die Unbedarften glauben.

1731
 „Wo zwei in meinem Namen gesammelt sind“, spricht die Dummheit, „sorge ich für Zulauf.“

1732
 Freunde des Zeitgeists sagen mir gar nichts. Lebt wohl!

1733
Europas Vielfalt in Einheit wäre einzigartig in der Welt, doch Europa bleibt kleinkariert, großartig verschuldet, weil undefiniert.

1734
Gewählte Volksverdreher gibt es in allen Farben, sogar als Farblose.

1735
Die Tage werden zu Empfindungen von zunehmender Geschwindigkeit.

1736
Intensivem Denken enteilt die Zeit.

1737
Selten bildet das Leben das aus, was man sich einbildet.

1738
Einzig der Mensch verhält sich verachtenswürdig.

1739
Nach Abkühlung im Schnee in der Sauna zu schwitzen und das klingende Telefon nicht zu beachten, verleiht der Wärme unvergleichliche Freiheit.

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Rückblick auf den heutigen Tag, 29.03. genau


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Sonntag, 24. März 2013

Neue Glocken für "Notre Dame"


Glocken,
so erhaben in Form,
so anmutig im Klang,
werden im geweihten Auftrag
zu Verkündern des Unnatürlichen,
im Dröhnen und Bimmeln
zur Indoktrinationsorgie,
die Ohren und Geist
mit Sucht erfüllt.

Was die Glocke wirklich schlägt,
ahnt nur der Skeptiker.

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Rückblick auf den heutigen Tag, 24.03. genau
vor 3 Jahren; 2010: Wer liest, wer versteht?

 

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Freitag, 22. März 2013

Hostile Trends Against Democracy


Religion is suggesting hope for an unlikely other world,
ideology is constructing a seeming world in this life,
and both of them are denying objective facts
regarding them as threats to their systems.

Man is subordninate to the doctrine
subtly or frankly without compromise,
he or she is counting as an agreeing member of the herd only,
as an executing assistant.

Democracy, on the other hand, is demanding orientation without prejudice,
orientation along proven realities.
Democracy requires honesty, immuteable emancipation of every citizen.

Being in common fear of democracy, religion and ideology join into hypocritical coalitions, never minding fundamental differences:
They are covering most of the populated globe by multiplicating their dictations more or less by squaring the circle of the callous submission.
Wherever religion and ideology are becoming identical there is a totality of dehumanisation, not any chance for democracy, no liberal sence and even no decent education, unless in danger and under sharpest restrictions in the hidden underground.
Apropos education!
Whoever believes in all seriousness that every second pupil is able to pass the final exam that allows to study at university, does not know  anything about education, he might be an opponent of democracy as he is mixing up equality of opportunity with equalizing everybody on the same lowest level by ideology.
Shortage of skilled professionals, too many students without ability to study, remarkable psychic problems because of undiminished performance pressure are only a few of the really burning deficits of the educational systems.

There is no democracy without sufficient education, as it is manifested undouptedly at a glance around the globe.

There was no need for the internet to prove this assertion, but necessarily the internet is now taking the part of a witness.
What is twittered along and is unspiritually poured in and out, will weigh more seriously for a longer period than the benefits which are obvious.

Even this kind of “traffic” – the internet – will not continue without efficient rules, because in the net not only rules of priority, for example, are disregarded, but human rights and human dignity.

Those violations are aiming directly and immediately against democratic principles which are invalidated by the mass people who are practising and tolerating the violations - even if those activities sometimes cause some danger to particular ditatorships:
Having removed the despot  the revolutionaries start arguing among themselves (twitter) as they are incapeable for democracy!
On a very smaller stage diverse German little sub-groups of oposition provide illuminating examples of unmasking and rediculous failures.
But actually well-founded opposition is necessary so urgently.

Nevertheless there is a lack of education and truthfulness. Education doesn’t mean factual knowledge only  (though there also is a lack), but it means background knowledge, relationships between methods, causalities and so on.
Truthfulness stands for honesty, accuracy and reliability, hence calculability which one stands by – personally with his full name.
The whole anonymous thicket and ancleanness of the internet is not acceptable and would be easy to handle if there were international serious efforts at last!
Instead too many secret services and other syndicates apparently don’t have any interest.

Thus the internet is no beacon of democracy but a threat, brimming with untruths, hypocritical prapaganda, injustice and desintegration of values.
Not to lose orientation within such a jungle requires everbody’s responsibility and alertness, requires qualified thinking. Only then the worldwide web will develop its particular benefit and value to mankind.

How many people are educated well?

How many camouflaged and undisguised false doctrines against democracy are billowing in the internet and do support hostile trends against democracy not only via this medium! 


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Mittwoch, 20. März 2013

Sequenzen von Skepsis (135)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1713
Verteidigungsminister verteidigen die Wunden und Morde des Krieges.

1714
Lebensweise: Die Sinnlosigkeit vergessen oder Unsinn zum Sinn erklären oder gar nicht nachzudenken. Wer aber kann was, da Glück Geborgenheit sucht?

1715
Täuschend echt ist das Leben.

1716
Modernste Aufrüstung blickt dennoch durch die Visiere antiquierter, längst rostiger Ritterrüstungen.

1717
„Lügen haben kurze Beine“, runde Schädel, aufgeblähte Bäuche und ominöse Gesäße. – Kamera aus!

1718
Bürokratie frisst Papier und Menschen auf.

1719
So mancher Traum war Realität, wie sich beim Erwachen herausstellt.

1720
Nach langer, sehr langer Zeit erst lichten sich die Kriegsnebel und die ganze Wahrheit könnte ans Licht kommen, ohne noch Emotionen zu verursachen.
Das Unrecht pflegt das Vergessen.

1721
Sich einen Gott zu schnitzen, ist ein Recht der Freiheit, damit aber auf die Allgemeinheit loszugehen, kennzeichnet die Fehlinterpretation eben diese Freiheitsrechts.

1722
Ohne Religion wären wir nicht ohne Kultur, sondern hätten eine andere, wahrscheinlich genauso unreif.

1723
Ein Heim, sei es ein Palast, wird zum engen Zwinger, fehlt es an Initiativen.

1724
Nur der Tod ist endgültig; so beherrscht er das Leben.

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Samstag, 16. März 2013

Heimat, freiheitlich lebend


Heimat in meinem Leben ist Freiheitlichkeit.
Kommt Folklore auf, bin ich schon weg,
lasse mich nicht zwängen in Trachten, Uniformen,
marschiere nicht im Gleichschritt,
singe nicht Schmalz und Kitsch,
schon gar nicht mit tränendem Herzen
oder im Waffen- und Totenkult.
Was nur alt ist, findet meine Achtung nicht,
Patriotismus schnürt mir die Kehle.

Ich singe ein anderes, leises Lied.
Heimat wird mir der Horizont, wo ich auch stehe,
die Wolken, die Sterne, Landschaften und Meere,
natürliche Variationen der Pflanzen und Tiere,
die Vielfalt der Menschen – nicht zu nah,
freundlich und ehrlich jedoch,
traurig und heiter, vorurteilslos und hilfsbereit.
Erprobte Freunde, welch ein zu teilender Reichtum!

So beheimatet in der Weite des Seins,
des Sonnenlaufs bewusst,
von Lichtphasen des Mondes berührt, nicht irritiert,
steht, wenn man Glück hat, eine Bindung als Superlativ:
Die eigene Familie, freiheitlich lebend.


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Montag, 11. März 2013

Konklave


Altersweisheit erlangt man, wenn man mitten im Leben steht und über die Jahre an Erfahrungen reift. Nicht Wenige reifen nicht, sondern werden schrullig.

Nun lassen sich erwachsene alte Männer für eine „Vater-Wahl“ einschließen, um aus ihren Reihen der Lebensunerfahrenheit einen Papa zu wählen, ausgerechnet sie, die innerhalb der Kirchen-Hierarchie, außerhalb des alltäglichen Lebens als sexuelle Sonderlinge nach Ablegung ihrer Gelübde nie wieder eine Wahl hatten, es sei denn in die Illegalität!

Bezeichnend, dass sich diese geheiligte Gesellschaft über ihr Beratungsergebnis der inzwischen eigentlich aufgeklärt davon geeilten weltlichen Gesellschaft per Rauchzeichen mitteilen muss.

Doch die weltliche Gesellschaft darf man keineswegs überschätzen. In ihrer beweihräucherten Verfassung entspricht sie durchaus dem Niveau der Kaminbestücker und wird sich medial und mit reinem Herzen auf den Schornstein  fokussieren, der in einem traditionell mafiösen Ambiente die christliche Doppelmoral ex cathedra feuert und feiert.

Die Weltabgewandtheit zelebriert  wieder und intensiver denn je Hochzeit mit dem Phänomen der geheiligten Denkunfähigkeit.

Kosmonomisch kein Wunder – wie auch! – der Interimsmensch kann nicht anders.


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Freitag, 8. März 2013

Sequenzen von Skepsis (134)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:


1704
Gedankentiefe verflacht, wenn sie das Oberflächliche unterschätzt.

1705
Entspannte Nachtwanderungen der Gedanken ebnen manchen Weg am Tag.

1706
Astronomische Nebel verschleiern nicht, sondern repräsentieren das Werden und Vergehen: das Sein in seiner Faszination und Rätselhaftigkeit.

1707
Über Astronomie wird weltbildnerisch theoretisiert; da ist es vorteilhaft, wenn man sich am Himmel von Angesicht auskennt.



Raymond Walden
 
 
1708
Klar, ein Teleskop empfängt in erster Linie Strahlung, aber es strahlt auch aus: Ruhe, Verständnis, Anreiz und kosmische Geborgenheit, ein universales Vertrauen.

1709
Die Öffnung eines Teleskops sagt nichts über die Weltoffenheit des Beobachters.

1710
Astronomische Erkenntnisse schütteln Glaubenssätze ab – in Religion wie Wissenschaft.

1711
Die parlamentarische Farbenlehre besteht in jeweils eigener Schönfärberei.

1712
Stehst du im Schatten eines Doms, siehst du die Sonne nicht,
kniest du in seinen Gewölben,
nimmst du auch den Schatten nicht mehr wahr.

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Freitag, 1. März 2013

Alternative für Europa!


In einer E-Mail vom 27.02.2013 an alle Unterstützer der Wahlinitiative 2013 kündigt Prof. Dr. Bernd Lucke eine Parteigründung an:

In der kommenden Woche wird der Sprecherrat der Wahlalternative 2013 die Gründung einer neuen Partei mit dem Namen "Alternative für Deutschland" bekanntgeben.

Die Alternative für Deutschland wird die Auflösung des Euros zugunsten nationaler Währungen oder kleinerer Währungsverbünde fordern. Sie wird sich für ein Ende der milliardenschweren Rettungsschirme und gegen eine europäische Transferunion aussprechen. Sie wird sich auch für eine Verschlankung und Entbürokratisierung der Europäischen Union durch Rückverlagerung von Kompetenzen auf die nationale Ebene einsetzen.


Ich stelle mir vor, in jedem Land der Europäischen Union würden sich solche Parteien gründen: „Alternative für Frankreich“, „Alternative für Groß-Britannien“, „Alternative für Italien“ usw. – Wir könnten Europa gleich aufgeben!

Wir brauchen keine nationalen Alternativen, sondern europäische Veränderungen einer Administration, die aus dem Ruder läuft, weil nicht klar definiert wird, was denn Europa sein soll.
In dieses Vakuum wurden zu viele unsichere Kandidaten aufgenommen, wurde auch voreilig, aus bekannten Gründen, der Euro implementiert.

Wer wirklich zu Europa steht, kann nur einen Bundesstaat meinen!
Und in diesem Sinne bestehen Dringlichkeiten für neue klare Definitionen für Europa, für Alternativen zum bisher mangelhaften Diktat von Bürokraten, Technokraten und Bankvorständen.

  • Der Euro darf nicht zur Diskussion stehen, wohl aber die Ausgliederung zu schwacher Volkswirtschaften aus der Euro-Zone.
  • Rettungsschirme sind blanker Unsinn und rechtlich äußerst fragwürdig.
  • Verschlankung und Entbürokratisierung müssen wirklich umgesetzt werden.
  • Rückverlagerungen von Kompetenzen auf die nationale Ebene sind sehr differenziert zu betrachten, mindestens genauso wichtig für einen anzustrebenden  europäischen Bundesstaat wird die Abtretung von Kompetenzen an ein wirklich funktionierendes Europa-Parlament.
  • Verdrängt wird bisher die Notwendigkeit einer europäischen Bundesregierung, die allein zumindest für die Euro-Zone ein realistisches Europa für die Zukunft sichern kann. 

Ich rate dringend von der Namensgebung der zu gründenden Partei ab.
Darüber hinaus empfehle ich vor der Gründung einer neuen Partei den Entwurf einer europäischen Gesamtkonzeption mit klarer Zielansprache, was Europa besonders auch im globalen Geschehen darstellen soll.

Die bevorstehende Bundestagswahl sollte keinen schädlichen Termindruck für einen wirklichen Aufbruch bedeuten, einen Aufbruch, den man unbedingt auch zumindest mit interessierten Bürgern in den engeren europäischen Kernländern abstimmen sollte.
Eine europäische alternative Partei erachte ich für vielversprechender als den jetzt initiierten deutschen Alleingang. 


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